29. – 31.7. Nås Dalarna

Kleiner Campingplatz am Fluss. Anfang Juli wird hier jährlich direkt nebenan irgendein Historientheaterfestival veranstaltet. Die Mitarbeitenden waren alle wahnsinnig nett.

Bietet: Wasserklos und Dusche durch die geringe Größe des Platzes sehr nah, Strom, W-LAN, Küche mit Backofen, Waschmaschine, Grauwasserablass in einen Behälter, den wir uns leihen und zum Ablassbecken ziehen konnten, kostenlos zu leihende Kanus und Schwimmwesten.

Nås war der nördlichste Punkt unserer Route. Nach dem sehr individualistisch angelegten Platz in Glaskogen fanden wir uns hier nun auf einem deutlich klassischeren Campingplatz wieder, auf dem sich die Wohnmobile, -wagen, Vans und Zelte aufreihten. Wir wurden sehr herzlich empfangen und bekamen ein schönes Plätzchen direkt neben einer großen, schattenspendenden Birke. Toiletten und Duschen waren nur einen Katzensprung entfernt. Hier packten wir zum ersten Mal unser Autan aus, um die Mücken auf Abstand zu halten.

Wanderwege gab es direkt ab dem Platz keine, also wagten wir uns mit einem der Kanus aufs Wasser. Es wurde leider nur ein kurzes Vergnügen, zum einen, weil unser Boot sich als undicht erwies und langsam aber stetig Wasser zog, zum anderen, weil ein Gewitter aufzog und uns zusätzlich zum Umkehren motivierte.

Nicht hochseetauglich

Den restlichen Abend beobachteten wir, wie die Blitze in der Ferne die Wolken erhellten.

31.7. – 2.8. Malingsbo

Ein sehr klassischer, sehr schwedischer Campingplatz inklusive Dauercampern. Wanderwege direkt ab Campingplatz

Bietet: Wasserklos mit Radiobeschallung, Duschen, Strom, guten Handyempfang, Waschmaschine vorhanden, Nutzung jedoch etwas unorganisiert, Grauwasserablass im Boden.

Zwar mit ausreichend Abstand, aber laut war es leider trotzdem

Ich hatte auf der Website vom Campingplatz Malingsbo einen Platz gebucht und mich dabei mit Google Translate durch die komplett auf Schwedisch gehaltene rudimentäre Buchungsseite gewühlt. Als wir ankamen, sprach der Mensch am Empfang zwar Englisch, sämltliche Beschriftungen waren jedeoch konsequent ausschließlich auf Schwedisch und auch bei den anderen Campern sahen wir fast ausnahmslos schwedische Kennzeichen. Viele hatten einen Fahnenmast dabei und die schwedische Flagge gehisst. Am Samstag Vormittag mähte so mancher den Rasen seiner Parzelle – Ordnung muss sein.

Hier wurde noch drumrum gemäht

Wir traten eine Wanderung an, deren Startpunkt direkt am Platz war: https://www.komoot.com/tour/3157903342?ref=itd&share_token=aoNISYGCdDGc4OKq4w1e2C3kWsy4a0lOSCQ3e9Zk3lO0Fo8nWj&ref=its&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=3669602628336

Im Gegensatz zum Naturschutzgebiet Glaskogen war hier die Präsenz der Forstwirtschaft stark sichtbar. Es war die meiste Zeit aber trotzdem ein schöner Weg und das Wetter war uns erneut sehr wohlgesonnen.

Weil sich hier offensichtlich alle möglichen Leute schon kannten hatten wir leider das Pech, dass direkt neben uns die Platzparty mit 90-er-Jahre Karaoke und viel Alkohol stattfand. Es ging sowohl Freitag, als auch Samstag bis weit nach Mitternacht hoch her. Wir behalfen uns mit Ohrenstöpseln.

Die Mission unsere Wäsche zur Halbzeit hier einmal zu waschen, scheiterte an der für uns undurchsichtigen Logistik rund um den Schlüssel zum Waschraum. Der Mitarbeitende, bei dem wir am Freitag nach der Waschmaschine fragten, nahm meine Handynummer entgegen mit dem Versprechen sich zu melden, sobald der Schlüssel am nächsten Tag verfügbar sei. Am Samstag Nachmittag hakten wir an der Rezeption noch einmal nach, doch die Mitarbeiterin wusste nichts von uns und einer hinterlegten Handynummer. Kein Schlüssel mehr verfügbar, sagte sie. Auf erneute Nachfrage bemühte sich eine andere, ältere Mitarbeiterin darum uns doch noch zu helfen, letztendlich wurde aber nichts mehr draus. Wir waren am Sonntag ehrlich gesagt sehr froh, dass wir wieder abfuhren.

Avatar von Silke

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