Nachdem wir am Samstag spät abends in Travemünde auf die Fähre gefahren waren, wo wir uns für die Nacht eine Schlafkabine gebucht hatten, fuhren wir Sonntag früh nach einem Frühstück im Camper nahe des Hafens schnurstracks nach Norden weiter.

26. / 27.7. Hökerum

Rudimentär ausgestatteter, aber sehr schöner Campingplatz in der Natur.

Bietet: Plumsklo, Frischwasser, Sauna, Wald, See, wenig Menschen.

Keine Dusche, kein Grauwasserablass.

Ein gut gelaunter Landwirt mäht hier rudimentär seine Wiese und lässt gegen geringe Gebühr Camper hier übernachten. Als wir hier waren, teilten wir uns den Platz mit zwei weiteren Parteien, von denen wir jedoch gebührend Abstand halten konnten. Die Lage am See ist ein Traum. Wenn wir gewollt hätten, hätten wir die Sauna einheizen können (von oben anzünden, damit es langsam runterbrennt und gleichmäßig Hitze entwickelt – wieder was gelernt). In der Dämmerung hörten wir im Wald Elche röhren – also zumindest nehmen wir ganz stark an, dass es Elche waren. Gesehen haben wir sie nicht. Vor dem Schlafen gehen nutzen wir unsere Außendusche für eine schnelle, kalte Katzenwäsche.

27. – 29.7. Glaskogen

Voll ausgestatteter Naturcampingplatz im Naturschutzgebiet mit voneinander isolierten Buchten für die Camper mitten im Wald

Bietet: Plumsklo, mit etwas Laufen auch Wasserklos und heiße Duschen, Waschmaschine, Strom, Brötchen am Morgen, W-LAN, Grauwasserablass im Boden, Wanderwege direkt ab Campingplatz, See, Wald.

Der Platz war wirklich wunderschön. Wir standen mitten im Wald mit ausreichend Abstand zu anderen Campern und konnten durch die Baumwipfel das Wasser des Sees glitzern sehen. Morgens und abends kam eine Gruppe Enten vorbei, die das niedrig wachsende Gestrüpp an unserer Bucht fraßen.

Nachts wurde es arschkalt und wir machten Gebrauch von der Standheizung unseres topmodernen Campervans. In unmittelbarer Nähe hatten wir nur ein Plumsklo. Für Wasserklos und Duschen mussten wir ca. fünf Minuten laufen bis zur Rezeption. Hier gab es auch W-LAN. Handyempfang war in dem gesamten Gebiet eher gering bis gar nicht vorhanden.

Den vollen Tag, den wir hier hatten, nutzten wir bei bestem Wetter für eine ausgibige Wanderung durch Glaskogens Wälder.

Hier die Links zu den Touren, die wir kombiniert haben in komoot (auch wenn die App echt nicht mehr das ist, was sie mal war):

  1. https://www.komoot.com/smarttour/4302726?ref=itd&query=d01A4wQhAC8s6s%3DFuf4ErKEGMXwabsAGiiOkG2BVkBGHbNKJwBNARh26XdBSAAEYduUCZ_l8ANOmyg%3D&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=3669602628336
  2. https://www.komoot.com/smarttour/14357330?ref=itd&query=d01A4wQhAC8s6s%3DFvd4ErKEGMJPDw4Uq5IY8BaNRwj_KcoR0eaIwFoIkEAGAD0BEruJf8kJPADLVRQAAAAAEUcGFsEBloBaCI5Sc5A9AZLl-IY8AqF5GOXIAEGOAgAAAAPILIUSBbQ0SgA%3D&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=3669602628336

Wir kochten viel und nutzten unser Waschbecken auch fürs Zähneputzen. So kamen wir nach zwei Tagen am Morgen unserer Abfahrt an die Kapazitätsgrenze unseres Grauwassertanks. Es gab zwar einen Ort, wo wir den ablassen konnten, doch dafür mussten wir das Auto bewegen, um zu dem Loch im Boden zu fahren. Dafür müssen wir das Dach einklappen und den sauber justierten Stellplatz verlassen. Also für solche Fälle nächstes Mal einen zusätzlichen Kanister, Eimer oder was auch immer mitnehmen, was flach genug ist, um unter das Auto zu passen und trotzdem einigermaßen Fassungsvermögen hat. Und nicht all zu viel Platz einnimmt.

Für unseren Abreisetag bestellten wir uns am Vortag frische Brötchen, die uns als zweites Frühstück und als Proviant für die Fahrt dienten. Das erste Frühstück bestand aus Porridge, denn ja, unseren Mini-Reiskocher, der auch vorzüglichen Porridge zubereitet, haben wir tatsächlich mitgenommen.

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