Vier Wochen Therapieferien. Vier Wochen lang keine Einzel- und Gruppentherapiesitzungen und damit auch keine Notwendigkeit für mich donnerstags physisch in Hamburg zu sein. Freiheit! Ich nutze die gesamte Zeit für Urlaub. Meine Rückenschmerzen sind zum Glück passé. Und damit das so bleibt, begleitet mich meine Yogamatte.

Zuerst ab aufs Motorrad und ausgibiges Touren mit Besuchen bei meiner Oma, Tante, einer Freundin und Michaels Mutter verbinden. Ich fuhr zuerst allein nach Garbsen/Seelze bei Hannover, meine Oma und Tante besuchen. Dann mit einem Zwischenhalt in Kassel weiter auf Land nord-östlich von Frankfurt, wo ich zwei Nächte bei einer Freundin Unterschlupf fand. Hier stieß am zweiten Abend Michael dazu und wir fuhren gemeinsam weiter nach Ladenburg bei Mannheim, wo wir Michaels Mutter trafen. Von hier ging es in die Vogesen, wo wir für drei Nächte ein Tiny House gemietet hatten.

Nachdem ich auf unserer Tour durch die französischen Alpen vor zwei Jahren in meiner Lederkombi fast geschmolzen bin, habe ich noch einmal in meine Ausrüstung investiert und mir eine Enduro-Mesh-Rüstung gekauft. Dazu eine Textilhose. Eine Rüstung zu finden, die auch einem Körper mit Oberweite passt, war gar nicht so einfach, doch wurde ich durch einen Tipp bei Leatt fündig. Kombiniert mit einem Merinolongsleeve darunter auch bei 35 °C noch gut auszuhalten – Fahrtwind vorausgesetzt.

Meine neue Ausrüstung – an kühleren Tagen passt eine Softshelljacke drüber

In dem kleinen Häuschen in Frankreich genoss ich es sehr eine kleine Küche zur Verfügung zu haben, wo ich einfach leckeres vegetarisches Essen zubereiten konnte. Es geht mir zunehmend auf den Keks, dass es auf dem Land so unmöglich erscheint eine abwechslungsreiche und gesunde Auswahl vegetarischer Speisen in Restaurants zu finden. Diese Urlaube mit Hotels und zwei Restaurantbesuchen am Tag gehen ja ohnehin schon ins Geld. Wenn es dann aber auch noch nur nach längerer Diskussion lieblos verkochtes Gemüse ohne viel Gewürz gibt, bin ich geneigt, selber zu kochen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Wir hatten einmal im Sauerland auch das Erlebnis in einem sehr deutschen Hotel ohne ein einziges fleischloses Gericht auf der Karte, auf meine Nachfrage den Koch geschickt zu bekommen. Wie sich herausstellte handelte es sich um einen Mitbürger indischer Abstammung, dessen Augen zu leuchten begannen, als ich mich begeistert zeigte vegan, ayurvedisch bekocht zu werden. Endlich mal kein Jägerschnitzel mit Bratensoßenschlonze. Wir erhielten absurde Mengen Gemüse, die absolut köstlich waren.

Unabhängig vom Essen war das Tiny House aber auch ganz traumhaft gelegen mit Blick über die Baumwipfel in die Berge.

Tiny House am Berg – perfekt zum Runterkommen

Wir hatten dummerweise übersehen, dass zeitgleich die Tour de France stattfand und daher einige Strecken gesperrt waren, behalfen uns jedoch mit Ausweichrouten. Zurück ging es in mehreren Etappen durch die Vulkaneifel und über das Sauerland wieder nach Hamburg.

Screenshot unserer Route aus der Motorrad App Kurviger

In Hamburg hatte ich mir zwei Tage geblockt, um meine Kleidung zu waschen und für den nächsten Urlaub neu zu packen: Jonas und ich planten Luxuscamping in Schweden mit einem gemieteten Van.

Avatar von Silke

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