Zwei Wochen Motorradtour: Vom Bodensee über die französischen Alpen bis zum Mittelmeer, im engen Bogen durch die Berge wieder hoch, ein Stück durch die Vogesen, ins Sauerland und von dort zurück nach Hamburg.
Ich bin mit dem tollen Gefühl zurück gekommen, dass ich das hinbekomme jeden Tag von morgens bis abends Motorrad zu fahren. Mein Körper hat mitgemacht – auch dank eiserner Disziplin in meinem Tagesablauf. Ich hab es auch bei Temperaturen über 30 Grad über mehrere Tage in Folge gut hingekriegt.
Was ich gelernt habe:
- Ich bin zwei Wochen ohne eine einzige Migräneattacke durchgekommen. Das mag einerseits an der Prophylaxe liegen, die allmählich ihre Wirkung entfaltet. Vor allem sicherlich aber am strikten Tagesablauf: ausreichend Schlaf, jeden Tag zur selben Uhrzeit aufstehen, direkt nach dem Aufstehen ein starker Kaffee aus der mitgeschleppten Elektro-Mokka, jeden Abend direkt nach dem Fahren 30 Minuten Yoga noch vor Dusche und Essen.
- Elektro-Mokka ist lebensrettend. Mit solider Koffeingrundlage den öffentlichen Raum zum Frühstücken zu betreten, ist so viel entspannter als ohne.
- Das ab dem dritten Tag schmerzende Handgelenk tut nur weh, wenn ich es nicht am Gashahn habe. Also alles in Butter. 😉
- Bei Temperaturen um die 30 Grad alle 45 Minuten anhalten, ordentlich trinken und die Seidenhaube unter dem Helm plus das T-shirt wieder nass machen – beides wird in den folgenden 45 Minuten vollständig trocknen.
- Das CRIT’Air – die französische Feinstaubplakette – benötigt mensch nur für Städte. Wir sind nur ein einziges Mal in der Gegend um Grenoble in eine Zone gekommen, in der es verlangt war das entsprechende Zertifikat vorzuweisen.
- Nur weil auf der Karte in Frankreich kein Fleisch bei dem Gericht aufgeführt ist, heißt das nicht, dass es vegetarisch ist.
- Die Schinken und Wurstplatte ist eine vollkommen normale Vorspeise, die keiner weiteren Erwähnung bedarf – die kommt einfach ganz automatisch dazu.
- Ein Salat ohne Schinken und / oder Wurst, ist kein richtiger Salat.
- Bei der Hotelplanung alle paar Tage Ferienwohnungen einplanen. Vorteil: Waschmaschine für die vollgeschwitzten Klamotten und eine Kochmöglichkeit für einfaches vegetarisches Essen ohne Diskussion.
- Set up mit GoPro Kamera erfordert auf jeden Fall nochmal extra Zeitaufwand, erspart aber einiges an Anhaltezeit, die sonst drauf geht, weil mensch meint, diesen Ort doch jetzt unbedingt fotografisch festhalten zu müssen.
Ein paar Fotos kommen noch, sobald wir das Material der GoPro ausgewertet haben. Idee war kurze Videos von unterwegs zu machen, aus denen man dann entsprechende Standbilder abspeichern kann.


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