Der Qingchengshan ist ein wichtiger heiliger Berg des Taoismus. Und eine ziemliche Kletterpartie. Mit dem schnellen Zug ist man in ca. einer halben Stunde dort. Auf dem Weg passiert mensch auch die Haltestelle zum Dujiangyan, einem Bewässerungssystem aus der Qin Dynastie, 256 v. Chr. – das wäre allerdings ein weiterer Tagesausflug. Wir hatten uns für Tempel entschieden.

Etwa 800 Meter Treppen sind wir zuerst rauf und dann wieder runter gekrabbelt. Den Tempel am obersten Punkt haben wir uns aus Zeitgründen gespart.

In Bayern wäre hier wohl ein Gipfelkreuz

Der ursprüngliche Plan für den Weg runter die Seilbahn zu nehmen zerschlug sich: Reparatur. Stattdessen noch ein bisschen mehr Natur die insgesamt sehr sehenswert war.

Alles in Allem ein wirklich lohnenswerter Ausflug und eine gute Übung für den Emeishan. Hier werden wir das vierfache an Höhenmetern zurücklegen. Ich war gestern Abend so kaputt, dass ich nicht noch tanzen gegangen bin.

Übrigens ist es bei solchen Trips unerlässlich den Pass mitzunehmen. Wir mussten ihn beim Kauf der Zugtickets ja schon vorzeigen, aber am Scan zum Gleis brauchten wir ihn nochmal. Der QR code unserer Tickets ließ uns das Drehkreuz nicht passieren. Wir mussten an eine extra Schlange bei der unser Pass nochmal gescannt wurde und dann hat auch niemand mehr nach unserem Ticket gefragt. Auch für das Ticket des Shuttlebusses zum Fuß des Berges musste ich meinen Pass vorzeigen. (35 Yuan / Person Hin und Rück, lohnt sich, das sind immerhin 4km pro Strecke)

Das war dann der Ticketcode für uns beide für Hin- und Rückfahrt. 🤘

Und auch den Zutritt zum Qingchengshan (mit 80 Yuan nicht ganz günstig) gab es nur gegen Pass, der erneut am Drehkreuz gescannt wurde plus Gesichtsscan, wie wir ihn schon von der U-Bahn kennen. Die digitalisierte Überwachung ist umfassend.

Zudem nutzen die meisten Chines*innen die klassischen Ticketverkäufe gar nicht mehr sondern holen sich Tickets über die Miniapps in WeChat (übrigens Weixin auf chinesisch) oder Alipay. Mit dem dort generierten QR Code kommen sie dann in der Regel auch schneller rein. Für uns mit ausländischem Pass und ausländischer Telefonnummer stehen aber gar nicht alle Anwendungen zur Verfügung. Der Versuch die Public Transport Funktion in Alipay zu aktivieren, scheiterte an der Verknüpfung mit einer ausländischen Telefonnummer.

Auch Essen bestellen funktioniert über eine Miniapp in WeChat. Das hatte ich zuerst nicht geschnallt und den QR Code am Tisch mit meiner regulären Handykamera gescannt. Das funktioniert aber nicht. QR Code scannen in WeChat dauert hingegen nur den Bruchteil einer Sekunde und ermöglicht dann Bestellung und Bezahlung in einem. Und natürlich ist alles nur auf Chinesisch. Dafür gibt es aber eigentlich bei allen Gerichten Bilder zur Orientierung.

Hot Pot in der kleinsten Schärfestufe

Avatar von Silke

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