Vor gut einem Jahr bin ich von festem Shampoo auf Roggenmehl für die Pflege meiner Haare umgestiegen. An dieser Stelle möchte ich meine Erfahrungen weiter ausführen.
Zum aktuellen Zeitpunkt liegt meine letzte Anwendung von Mehl gut zwei Monate zurück. Meine Haare sind weit davon entfernt fettig zu sein:

Ich wasche meine Haare täglich mit warmem Wasser. Dies tue ich allerdings nur, weil die kürzeren Teile morgens in alle Richtungen abstehen und sich partout nicht bändigen lassen. Abgesehen davon wäre wohl eine Wäsche alle paar Tage ebenso gut ausreichend.
Wichtig ist das ausgiebige Bürsten morgens (vor der Haarwäsche) und abends. Hierbei sollte ein besonderer Fokus auf der Sauberkeit der Bürste liegen. In ihr sammelt sich Staub und Talg, den man sich dann widerum erneut in die Haare streicht. Spätestens alle zwei Wochen reinige ich die Bürste gründlich in warmem Wasser mit Hilfe eines speziellen mechanischen Bürstenreinigers:

Meine Haare lieben es. Sie sind bedeutend griffiger und voluminöser, seitdem ich auf Shampoo verzichte. Nach einer Anwendung von Roggenmehl fallen sie wieder etwas mehr zusammen und sind extrem weich, doch pendelt sich dies nach ca. zwei Tagen wieder ein. Nachdem ich nun aber schon so lange ohne das Mehl auskomme, stellt sich jedoch die Frage, ob ich inzwischen nicht ganz verzichten kann.
Die einzige Herausforderung stellt der Friseurbesuch dar. Ich hatte eine sehr unangenehme Begegnung mit einer konventionellen Friseurin, die mit Abscheu und Ekel auf meine Ablehnung der Haarwäsche mit Shampoo reagiert hat. Ich bevorzuge seither Naturfriseure und warne aber auch diese besser vor, um Überraschungen zu vermeiden. Hier muss ich dann eben zumeist mit dem esoterischen Überbau leben, mit dem ich so überhaupt nichts anfangen kann. Aber einen Tod muss man wohl sterben.
Hinterlasse einen Kommentar